Bitkom zur Einigung auf einen Digitalpakt 2.0
- Bund und Länder vereinbaren Digitalpakt 2.0 zur Förderung der schulischen Digitalisierung
Berlin, 18. Dezember 2025 – Im Rahmen der Bildungsministerkonferenz haben Bund und Länder eine Einigung über den sogenannten Digitalpakt 2.0 erzielt. Damit wird ein neues Förderprogramm zur Digitalisierung der Schulen auf den Weg gebracht, nachdem das bisherige Programm im Mai des vergangenen Jahres ohne Anschlussfinanzierung ausgelaufen war.
Der Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst bewertet die Einigung als wichtigen Fortschritt für das deutsche Bildungssystem. Die Vereinbarung schaffe erstmals seit mehreren Jahren wieder Planungssicherheit für Schulen und Schulträger und ermögliche es, Digitalisierungsmaßnahmen langfristig und strukturiert umzusetzen. Aus seiner Sicht stellt der Digitalpakt 2.0 einen zentralen Schritt zur Stärkung der digitalen Bildung in Deutschland dar.
Das Fördervolumen beläuft sich auf insgesamt fünf Milliarden Euro, die von Bund und Ländern gemeinsam bereitgestellt werden. Positiv hervorgehoben wird insbesondere, dass die Mittel nicht mehr ausschließlich für Hardware vorgesehen sind, sondern auch für digitale Lernmedien, Softwarelösungen sowie für die Qualifizierung und Weiterbildung von Lehrkräften eingesetzt werden können. Damit wird der Digitalisierung von Unterricht und Schulorganisation ein breiterer und nachhaltigerer Ansatz zugrunde gelegt.
Zugleich wird betont, dass der Erfolg des Programms maßgeblich von einer zügigen und einheitlichen Umsetzung in allen Bundesländern abhängt. Eine schnelle, möglichst unbürokratische Mittelvergabe gilt als Voraussetzung dafür, dass die finanziellen Ressourcen wirksam und zielgerichtet in den Schulen ankommen.
Der Handlungsbedarf bleibt weiterhin hoch. Aktuelle Studien des Bitkom zeigen, dass 88 Prozent der Schülerinnen und Schüler sich mehr digitale Lernmedien im Unterricht wünschen. Gleichzeitig berichten 59 Prozent von unzureichender oder fehlender WLAN-Infrastruktur an ihren Schulen. Auch aus Sicht der Eltern besteht erheblicher Nachholbedarf: In einer jüngsten Bitkom-Erhebung bewerten sie die Qualität des digitalen Unterrichts ihrer Kinder im Durchschnitt lediglich mit der Schulnote 3,3 (befriedigend). Rund 65 Prozent der Befragten sprechen sich für deutlich höhere Investitionen in die schulische Digitalisierung aus.